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Die wichtigste Regel: Gute Sichtbarkeit bringt Schutz

Im Winter verdoppelt sich die Zahl der Verkehrsunfälle auf dem Schulweg. - Foto: dmd/Harry Hautumm pixelio.de
Im Winter verdoppelt sich die Zahl der Verkehrsunfälle auf dem Schulweg. – Foto: dmd/Harry Hautumm pixelio.de

Die Tage werden kürzer. Die dunkle Jahreszeit naht. Sie bringt nicht nur gemütliche Stunden im warmen Zuhause – für alle Verkehrsteilnehmer birgt sie viele zusätzliche Gefahren. Egal ob als Autofahrer, Radler, hartgesottener Biker oder als Fußgänger, grundsätzlich gilt: Gut gesehen zu werden ist die wichtigste Regel rund um den Straßenverkehr. Vor allem bei den Kindern. Die wichtigsten Tipps, um den Nachwuchs sicher durch den Winter zu bringen.

Kinder sind die gefährdetsten Verkehrsteilnehmer. Ihnen gilt die größte Aufmerksamkeit. Sie sind klein. Sie sind im Verkehrsleben ungeübter und ungestümer als Erwachsene. Sie hören und sehen anders. Sie können Ereignisse nicht so gut voraussagen wie Erwachsene. Und im Winter passieren in der morgendlichen Zeit auf dem Weg zur Schule doppelt so viele Unfälle wie im Sommer.

Hier gilt als Grundregel: Je besser sie von den anderen Verkehrsteilnehmern gesehen werden können, desto schneller können diese in gefährlichen Situationen reagieren – und zwar auch dann, wenn die Kleinen noch gar nicht begriffen haben, in welcher Gefahr sie sind.

Helle und leuchtende Kleidungsstücke sind schneller erkennbar. Verfügt die Jacke, der Schulranzen, der Fahrradhelm oder welches sichtbare Accessoire auch immer zudem über einen Reflektorstreifen, leuchten die Kinder noch mehr. Doch auch hier gibt es Qualitätsunterschiede. Das sicherste Reflektormaterial ist mit dem Prüfzeichen CE EN 13356 versehen.

Zum Vergleich: Bewegt sich ein Kind in dunklen Kleidern durch die Nacht, kann es bei Abblendlicht frühestens aus 25 Metern Entfernung von einem Autofahrer gesehen werden. Mit hellen Kleidungsstücken ist es aus etwa 30 Metern sichtbar. Mit Warnwesten oder Reflektoren geschützt, nimmt es der Autofahrer schon aus 130 Metern Entfernung zur Kenntnis. Der Unterschied: 100 Meter, die das Leben retten können.

Ist der Schulranzen gut gewählt, kann auch er sich in ein optisches Schutzschild verwandeln. Erfüllt die Marke die DIN-Norm, ist er überwiegend aus reflektierendem und fluoreszierendem Material gefertigt und steigert damit ebenfalls den Sicherheitsfaktor für die Kleinen im Straßenverkehr.