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Mit dem Auto Gestrandet statt am Strand?

RDKS Symbol - Bild: Schrader
RDKS Symbol – Bild: Schrader

Ich packe meinen Koffer … und nehme ein Reifendruckkontrollsystem mit auf die Reise. „Gerade die so genannten direkten RDKS sind bei Autofahrten in den Urlaub ein echter Gewinn an Sicherheit und Komfort“, erklärt Markus Schmid, Marketingleiter Global bei Schrader. Das Unternehmen liefert in der Erstausstattung weltweit mehr als die Hälfte aller Sensoren für die besonders präzisen direkten RDKS. Wie der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseurhandwerk (BRV) auf RDKS-Wissen.de konstatiert, messen 42 % der Autofahrer den Luftdruck nur selten.

In Europa sind Reifendruckkontroll- systeme deshalb bei Neufahrzeugen seit November 2014 vorgeschrieben. Besonders exakt ist die direkte Variante mit eigenen Sensoren, die auch schleichenden Luftdruckverlust sicher erkennt und den Füllstand jedes einzelnen Reifens anzeigt. Indirekte Systeme nutzen hingegen ABS- und ESP-Sensoren und reagieren vor allem auf abrupte Veränderungen mit einem Alarm.

RDKS Info - Infografik: Schrader
RDKS Info – Infografik: Schrader

Aus moralischer Sicht ist ein mangelhafter Reifenfülldruck kein Kavaliersdelikt, denn das Unfallrisiko steigt unbestreitbar. Anders als meist im Alltag ist der Wagen bei Urlaubsfahrten häufig voll besetzt. Neben dem eigenen Leben bringt der Fahrzeugführer so womöglich auch das von Lebenspartner, Kindern, Eltern, Enkeln, und Freunden in Gefahr. Dabei gilt: Schon bei einem Fehlstand von 0,5 bar sind Auswirkungen spürbar, bei 1,0 bar wird es gefährlich. Das Aquaplaning-Risiko steigt, die Seitenführungskräfte lassen nach, das Handling wird schwammig, ESP und ABS kommen ihrer Aufgabe unzureichend nach. Besonders heikel wird es jetzt bei voller Beladung. Und selbst wenn die Familie auf dem Weg zum Strand nicht auf dem Seitenstreifen strandet, wird es teuer. Laut ADAC lässt schon ein Minderdruck von 0,2 bar den Spritverbrauch um 1 % steigen, wobei sich auch der Verschleiß erhöht.

Fazit: RDKS helfen, Reifenproblemen frühzeitig zu entdecken. Ferner geben direkte Systeme den Druck für jeden Pneu konkret an und tragen dazu bei, Messfehler zu vermeiden – etwa wenn die Reifen nach längerer Fahrtstrecke schon viel zu heiß sind. Wer den Fülldruck gerne an den Beladungszustand anpasst, weiß zudem immer ganz genau, wie stark die Reifen gerade befüllt sind und vergisst keine Korrektur mehr.