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Im Auftrag des Prüfungsausschusses des VW-Aufsichtsrats, der von Porsche-Finanzchef Holger P. Härter geleitet wird, überprüft die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young seit kurzem die Arbeit der Revisionsabteilung der Volkswagen AG. Das meldet das Wirtschaftsmagazin ‘Capital‘ auf seiner Website capital.de. Die VW-Revisionsabteilung stand und steht im Zusammenhang mit der VW-Affäre und der Frage, wer wann was über Schmiergelder, Lustreisen und Bordell-Besuche gewusst hat, immer wieder im Mittelpunkt des Interesses.

Derzeit läuft in Braunschweig der Prozess gegen den früheren Konzernbetriebsratschef Klaus Volkert und den ehemaligen

Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer. Neue Zeugen sollen jetzt helfen, auch die Rolle des langjährigen VW-Konzernchefs und

derzeitigen Chefkontrolleurs Ferdinand Piëch zu klären. Piëch bestreitet jede Mitwisserschaft.

Sowohl Härter als auch Porsche-Chef Dr. Wendelin Wiedeking, die beide als Vertreter des VW-Großaktionärs Porsche im Aufsichtsgremium sitzen, kennen Ernst & Young gut: Die Wirtschaftsprüfer sind auch als Abschlussprüfer für Porsche tätig. Mit der Maßnahme, die ein VW-Sprecher als normale und alle fünf Jahre turnusmäßig fällige Überprüfung bezeichnet, machen Wiedeking und Härter deutlich, dass sie mit der jüngsten VW-Vergangenheit noch nicht abgeschlossen haben.

Originaltext:        Capital, G+J Wirtschaftspresse