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M+S-Reifen sind Pflicht bei winterlichen Straßenverhältnissen

Vorsicht, glatt! Bei Eis und Schnee ist eine dem Wetter angepasste Bereifung vorgeschrieben. Foto: djd/Deutsche Versicherungswirtschaft/thx
Vorsicht, glatt! Bei Eis und Schnee ist eine dem Wetter angepasste Bereifung vorgeschrieben.
Foto: djd/Deutsche Versicherungswirtschaft/thx

Längst sollte es sich herumgesprochen haben: Bei winterlichen Straßenverhältnissen sind M+S-Reifen (Matsch und Schnee) laut Straßenverkehrsordnung Pflicht. Doch was passiert eigentlich, wenn man selbst auf Winterreifen unterwegs ist, aber durch ein Fahrzeug mit Sommerpneus auf glatter Fahrbahn in einen Unfall verwickelt wird? Keine Sorge: „Versicherungskunden gehen nicht leer aus. Der Haftpflichtschutz des Unfallverursachers übernimmt in jedem Fall den Schaden des Opfers“, erklärt Stephan Schweda, Pressesprecher des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin.

Eine ähnliche Regelung gilt nach seinen Worten für den Vollkaskoschutz des eigenen Fahrzeugs.

„Die Schäden am eigenen Auto werden ebenfalls unabhängig von der Bereifung erstattet“, so Schweda weiter. „Die einzige Ausnahme gilt, wenn der Autofahrer vorher oder während der Fahrt hätte erkennen müssen, dass Sommerreifen angesichts der Straßenverhältnisse völlig ungeeignet sind. Kommt es deshalb zu einem Unfall, kann die Vollkaskoleistung anteilig gekürzt werden.“

Unabhängig von einem Unfall droht zudem ein Bußgeld, wenn man bei Schnee, Eis und Matsch mit einer unpassenden Bereifung ertappt wird. Unter versicherung-und-verkehr.de gibt es weitere, ausführliche Informationen, auch zu Winterreifenregeln im europäischen Ausland.